Episoden der DVD/Blu-ray The BBC Shakespeare Collection (12 DVDs)

Verlorene Liebesmüh (Love’s Labours Lost)

Vier Männer – ein Schwur! Prinz Ferdinand von Navarra und drei seiner Höflinge wollen sich drei Jahre lang nur geistigen Studien widmen und vor allem die Frauen meiden. Doch plötzlich naht die Verführung pur in Gestalt vier höchst reizvoller Damen - Traum und Albtraum zugleich! „Ein fetter Bauch hat magres Gehirn; je feister die Rippen, um so eh’r bankrott die Geister.“

Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night‘s Dream)

Theseus, Herzog von Athen, ist im Begriff Hippolyta zu heiraten, die Königin der Amazonen. Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit. Diese Frist setzt er auch Hermia, die sich entscheiden muss, ob sie nach dem Willen ihres Vaters den ungeliebten Demetrius oder - unter Androhung des Todes - den geliebten Lysander zum Mann nimmt. Sie entschließt sich zur Flucht mit Lysander. Ihre Freundin Helena erfährt davon und verspricht sich in ihrer Liebe zu Demetrius einen Vorteil davon, ihm das Geheimnis zu verraten und Demetrius, der Hermia und Lysander folgt, ihrerseits in den Wald zu folgen. Dort liegen Oberon und Titania, das Elfenkönigspaar, in eifersüchtigem Streit. Mit Hilfe seines Elfs Puck stürzt Oberon die vier Liebenden aus Athen in tiefe Verwirrung. Er treibt auch mit sechs biederen Handwerkern sein Spiel, die sich in den Wald zurückgezogen haben, um ihr Hochzeitsgeschenk für den Herzog zu proben, das Schauspiel von Pyramus und Thisbe... „Dem schlechtsten Ding an Art und an Gehalt leiht Liebe dennoch Ansehn und Gestalt.“

Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice)

Um sich bei der reichen Erbin Porzia bewerben zu können, braucht Bassanic Geld. Sein Freund der Kaufmann Antonio borgt sich beim reichen Juden Shylock die benötigte Summe und gibt sie ihm. Als Schuldschein unterschreibt Antonio, dass der Jude bei Nichtrückzahlung ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper nächst dem Herzen schneiden darf. Schließlich kommt es zu dem Fall und Shylock will vor Gericht sein Recht durchsetzen. „Gewinn ist Segen, wenn man ihn nicht stiehlt.“ „Wahrheit muss ans Licht kommen.“

Wie es euch gefällt (As You Like It)

Herzog Senior ist mit einigen treuen Lords in den Ardenner Wald in die Verbannung gegangen, nachdem er von seinem jüngeren Bruder, Herzog Friedrich, entmachtet wurde. Seniors älteste Tochter Rosalind bleibt am Hof bei Celia, Friedrichs Tochter, mit der sie befreundet ist. Der älteste Sohn von Sir Rowland de Bois, Oliver, wird nach seinem Tod Haupterbe, während Orlando, der jüngste Sohn, nur tausend Kronen erhält. Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen den Brüdern. Der wütende Orlando wird sogar handgreiflich. Oliver schlägt ihm vor, sich bei einem Ringkampf mit dem Hofringer Charles zu messen, in der Hoffnung Orlando würde verletzt. „So wird man alle Tage klüger!“ „Schönheit lockt Diebe schneller noch als Gold.“

Maß für Maß (Measure For Measure)

Die Stadt Vienna treibt dem moralischen Ruin entgegen. Der Verfall der Sitten ist so fortgeschritten, dass als nächstes das Chaos droht. Der regierende Herzog, lange Zeit zu weich, zu milde, zu nachsichtig, muss handeln: strengere Saiten sollen aufgezogen werden. Ein altes über die Jahre nicht zur Anwendung gekommenes Gesetz, dass Sittenlosigkeit rigoros bestraft wird, soll reaktiviert werden und mit unerbittlicher Strenge zur Anwendung kommen. „Miß nicht den Nächsten nach dem eigen Maß.“ „Durch Fehler, sagt man, sind die besten Menschen gebildet, werden meist um so viel besser, weil sie vorher ein wenig schlimm.“

Ein Wintermärchen (A Winter’s Tale)

Leontes, der König von Sizilien, wähnt, seine Frau Hermione habe ihn mit seinem Jugendfreund Polixenes, dem König von Böhmen, betrogen. In einem Anfall von krankhafter Eifersucht will er beide umbringen lassen. Polixenes kann, gewarnt von einem Höfling, rechtzeitig fliehen und Hermione wird vor Gericht gestellt. Dort sinkt sie zu Boden und wird anschließend von der Hofdame Paulina verborgen. Alle Welt aber meint, sie sei tot. Perdita, die Tochter von Leontes und Hermione, wird in Böhmen ausgesetzt und von Schäfern aufgezogen. Sechzehn Jahre vergehen, in denen Leontes bereut und Perdita zu einem bildschönen Schäfermädchen herangewachsen ist. Florizel, der Sohn von Polixenes, begegnet ihr zufällig und verliebt sich in sie; doch der königliche Vater will das vermeintliche Schäfermädchen nicht als künftige Schwiegertochter akzeptieren. Das junge Paar flieht nach Sizilien, wo es von Leontes freundlich aufgenommen wird. Perdita wird vom Vater als Tochter erkannt und nun bekommt das Paar auch den Segen des böhmischen Königs. „Wo man nicht helfen kann, Soll man auch jammern nicht.“ „Glück ist allein das wahre Band der Liebe.“

Ende gut, alles gut (All’s Well That Ends Well)

Die junge Dienerin Helena ist hoffnungslos verliebt in den jungen Grafen Bertram von Roussillon. Als dieser von seiner verwitweten Mutter, Gräfin von Roussillon, nach Paris geschickt wird, um sich als Mündel des Königs seine Sporen zu verdienen, folgt sie ihrem Angebeteten. Als Tochter eines Arztes ist sie der Heilkunst mächtig und ihr gelingt es, den König von einem langwierigen Leiden zu heilen. Der „schenkt“ ihr zum Lohn einen Ehemann aus der Mitte aller seiner männlichen Untertanen, und sie erwählt Bertram - naturellement. Doch Bertram verweigert sich ihr! Trotz Heirat will er die Ehe nicht mit ihr vollziehen, sondern stellt ihr zwei Bedingungen: erst wenn Helena sein Kind unterm Herzen trage und seinen Ring am Finger, will er sich in sein Los als ihr Ehemann fügen. „Wer klügelnd abwägt und dem Ziel entsagt, weil er vor dem, was nie gesehn, verzagt, erreicht das Größte nie.“

Heinrich VI 2. Teil (Henry VI Part 2)

Am Hofe König Heinrichs VI. präsentiert Lord Suffolk die Französin Margaret, die er während des Krieges gegen Frankreich für den König geworben hat. Der von ihm gleichzeitig besorgte Friedensvertrag mit Frankreich sieht allerdings die Rückgabe der Länder von Anjou und Maine vor, für die des Königs Vater Heinrich V. hart gekämpft hat. Während frühere englische Könige durch ihre Heirat eine Mitgift erhielten, bekommt Heinrich nichts und gibt noch Land fort, wie der anwesende York bemängelt. Der Protektor Gloucester erzählt seiner Frau von einem Traum, den er hatte: Er sah seinen zerbrochenen Amtsstab mit den Köpfen von Somerset bzw. Suffolk auf jeder Hälfte. Margaret und Suffolk arbeiten im Verborgenen zusammen und planen, ihre Gegner der Reihe nach auszuschalten, mit dem Ziel Gloucester zu stürzen. “Freundes Rat vernichtet Feindes Drohn.”

König Richard II (King Richard II)

Richard, König von England, hat sein Land herabgewirtschaftet, die Kassen sind leer, der Staat ein sinkendes Schiff. Seine korrupten Höflinge fallen von ihm ab. Richard verbannt seinen Cousin Bolingbroke aus England und bringt ihn um sein Erbe. Jener kehrt jedoch aus dem Exil zurück – und fordert sein Recht. Der neue „Saubermann“ entfesselt einen Bürgerkrieg. Im Untergang reflektiert Richard II. über sein Scheitern und die Grenzen politischer Macht. Er wird zum Menschen. „Der Mensch geht manchmal unbedacht zu Werk, was ihm die Folge Zeit lässt, zu bereun.” „Heft’ge Feuer brennen bald sich aus.”

Troilus & Cressida (Troilus & Cressida)

Es war der Krieg der Kriege, der Trojanische genannt, der nach zehn Jahren mit dem Untergang der stolzen Stadt endete. Es war ein verheerender Krieg, in dem die “Edelsten” und “Tapfersten” ihr Blut und Leben ließen. Die Belagerung von Troja. Wie lange sie schon dauert, kann niemand mehr sagen. Helena ist in die Jahre gekommen, Kriegsmüdigkeit herrscht auf beiden Seiten. Aber auch in Zeiten des Krieges gibt es unschuldige, reine Gefühle. Troilus liebt Cressida und kann seine Schüchternheit nur mithilfe ihres Onkels Parandarus überwinden. Cressida wiederum hat berechtigte Sorge, dass die allgegenwärtige Orientierungslosigkeit und die Unberechenbarkeit des Ausnahmezustands das Glück ihrer Liebe unmöglich machen. Von beiden Männern von der Richtigkeit ihres Handelns überzeugt, gibt sie Troilus’ Werben schließlich nach. „Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet. Weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.“

Romeo & Julia (Romeo & Julia)

Die Familien Montague und Capulet sind seit langem verfeindet. Romeo Montague besucht heimlich einen Ball im Haus Capulet und trifft dort auf Julia, die Tochter des Hauses. Die beiden verlieben sich ineinander. Und somit beginnt die größte Liebesgeschichte aller Zeiten… „Ist Lieb ein zartes Ding? Sie ist zu rauh, zu wild, zu tobend; und sie sticht wie Dorn.“ Romeo „So einzge Lieb aus großem Hass entbrannt! Ich sah zu früh, den ich zu spät erkannt.“ Julia

Macbeth (Macbeth)

“So fein und faul war nie ein andrer Tag” - ein seltsames Resumee des Generals Macbeth, der als Sieger auf das Schlachtfeld blickt. Hoch- und Landesverrat sind niedergeschlagen, die norwegischen Eindringlinge vertrieben, Schottland kann einem neuen Frieden entgegensehen. Aber auf dem Weg zu ihrem König Duncan begegnen den Feldherren Macbeth und Banquo drei Hexen... und ihre Prophezeiungen geben der Welt einen anderen Verlauf. „Ich wage alles, was dem Menschen ziemt; Wer mehr wagt, der ist keiner.“ “Wie deine Worte zieren dich die Wunden; Und Ehre strömt aus beiden.“


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