Episoden der DVD/Blu-ray Michael Palin: Brasilien (BBC)

Amazonien

Michael Palin trifft auf kriegerische Stammesangehörige, Opernmusiker, Punkrocker, tanzt mit Hexen und besucht die Geisterstadt Fordlandia. Michael Palin startet seine Reise durch Brasilen an der Grenze zu Venezuela. Hier befindet sich der Lebensraum der Yanomami. Die Yanomani bilden die größte indigene Volksgruppe im Amazonas-Gebiet und haben eine kriegerische Geschichte. Auch in jüngerer Vergangenheit mussten sie auf ihre Überlebenstechniken zurückgreifen, weil sie sich gegen den Raubbau an der Natur und den Rohstoffen in ihrer Heimat zur Wehr setzen mussten. Die Goldschürfer zerstörten durch die eingesetzten Chemikalien weite Landstriche und schleppten Krankheiten ein, an denen viele der Yanomani starben. Im Anschluss trifft er Musiker aus dem Opernhaus von Manaus, die durch ihre Auftritte weltweit Bekanntheit erlangt haben und reist mit dem Schiff nach Fordlandia. Hier hatte Henry Ford versucht eine Stadt mitten im Amazonasgebiet aus dem Boden zu stampfen, um selber Herr über den Gummirohstoff zu werden, den er dringend für die steigende Automobilproduktion benötigte. Sein Vorhaben schlug fehl und nun befindet sich mitten im Urwald eine Geisterstadt. In der Hauptstadt Brasilia begegnet Michael Palin gealterten Punkrockern, außerdem wagt er ein Tänzchen mit Hexen und beobachtet den Bau des imposanten Fußballstadions, das für die bevorstehende Weltmeisterschaft errichtet wird.

Das Erbe der Sklaven

Michael Palin reist entlang des Äquators und entdeckt einen Schmelztiegel verschiedener Kulturen, der maßgeblich durch die Nachfahren der Sklaven und die kolonialen Überbleibsel Brasiliens geprägt ist. Michael Palin befindet sich jetzt im Nordosten Brasiliens - just an jener Stelle, wo die Portugiesen erstmalig an Land gingen. Hier legten auch die ersten Sklavenschiffe an. Die Region gilt heutzutage als das Herz des Landes, da in diesem Landstrich bis heute viele verschiedene Kulturen miteinander verschmelzen und ein einzigartiges Panoptikum an Musik, Esstraditionen und Ausgehkultur bieten. So kann Michael Palin das Erbe der Kolonialherren erkunden, das vor allem durch die Nachfahren der ehemaligen Sklaven geprägt ist. Er reist ausgehend von São Luís, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Maranhão, am südlichen Äquator entlang bis Salvador - die Stadt, welche als die \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"afrikanischste\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\" in der westlichen Hemisphäre gilt.

Das neue Metropolis

Michael Palin erforscht die Orte des Überschusses des boomenden Brasiliens und erkennt, dass die Veränderungen durch den ökonomischen Aufstieg für alle Teile der Gesellschaft Konsequenzen haben. In Brasilien findet immer noch eine Art Wirtschaftswunder statt. Der immense weltweite Rohstoffbedarf hat zu einem Exportboom geführt und das Land zu einem der wichtigsten Global Player gemacht. Michael Palin besucht den Bundesstaat Minas Gerais, einer der rohstoffreichsten Regionen Brasiliens und die Riesenmetropole Rio de Janeiro. Die Stadt wird der Austragungsort der Olympischen Spiele 2016 und 2014 bereits eine der Spielstätten der Fußballweltmeisterschaft sein. Obwohl in Rio für seine Gastfreundlichkeit bekannt ist, hatte die Stadt auch immer mit einer hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen. Die riesigen Favelas, in denen die Armen leben, galten als \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\"No-Go-Areas\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\", um die selbst Polizeieinheiten einen großen Bogen machten. Nun scheint die Zeit gekommen, in der sich alles ändert. Die Konsequenzen sind allerdings schwerwiegend, sowohl für das Leben der Reichen als auch für das Dasein der Armen in der Stadt.

Schmelztiegel der Kulturen

In der Multimillionenstadt Sao Paolo genießt Michael Palin den bunten Alltag, der ihm allerhand Überraschungen bietet: deutsches Bier, Schokoladenspezialitäten, Züge voller Musiker und die Möglichkeit, endlich einmal Cowbow zu spielen. Michael Palin reist von den wilden Regenwäldern am Atlantischen Ozean zu den Stränden von Sao Paulo. Die Megacity ist die größte Brasiliens und steht weltweit auf Platz sieben der bevölkerungsreichsten Städte. Sao Paulo beherbergt mehr als elf Millionen Einwohner. Eines der gebräuchlichsten öffentlichen Verkehrsmittel der Superreichen ist der Helikopter. Beim Besuch des drittgrößten Flugzeugbauers der Welt erkennt Michael Palin, dass es sich bei der Metropole um einen riesigen Schmelztiegel verschiedenster Kulturen handelt, denn die Vorfahren der Mitarbeiter stammen aus unterschiedlichsten Ländern der Erde. Diese Vielfalt bestimmt das Alltagsleben in der Region. Michael Palin genießt diese große Bandbreite in vollen Zügen. So probiert er Bier, das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird, haut sich den Bauch mit köstlichen Schokoladenspezialitäten voll, besteigt einen Zug voller Musiker und versucht sich darin, mal ein richtiger Cowboy zu sein…


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